Aktuelles Kursangebot 2012/13

Autogenes Training

(Autogen= in und aus sich selbst entstehen lassen)

Das Autogene Training wurde von Prof. Dr. Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) aus der Hypnose (Heterosuggestion, Fremdentspannung) entwickelt.
Lange Zeit war er in einem Berliner Hypnose – Ambulatorium tätig und schon im 1. Welt Krieg versetzte er in einem Lazarett verletzte Soldaten vor der Operation zusätzlich unter Hypnose und beobachtete die Körpersensationen, die durch die Fremdentspannung ausgelöst wurden.

Sieben Merkmale konnte er immer wieder feststellen: 1. Ruhe, 2. Schwere, 3. Wärme, 4. Harmonisierung von Atmung und 5. Herz (Puls), 6. Sonnengeflecht (Plexus Solaris, Leib) strömend warm, 7. Stirn (Kopf) angenehm kühl.

Das Autogenes Training ist eine einfach zu erlernende und wissenschaftlich fundierte Selbsthilfe-Therapie, eine Selbstentspannungsmethode die überall und jederzeit und bei vollem Bewusstsein einsetzbar ist.

Autogenes Training bewirkt eine Zunahme innerer und äusserer Ruhe, mehr Gelassenheit und Konzentrationsfähigkeit. Das Gedächtnis wird verbessert und wir erholen uns rascher, so dass daraus ein besseres Allgemeinbefinden resultiert.
Auch erzielen wir mit Autogenem Training eine positive Beeinflussung vom Herz,- Kreislaufsystem, der Verdauung und allgemeine Stresssymptome werden gemildert.

Durch die Ruhe-, oder Einstimmungsübung wird ein Entspannungsreflex geschult, und bringt das vegetative Nervensystem in Harmonie.

Bei der Schwereübung, die eigentliche erste Übung, wird eine Muskelentspannung im ganzen Körper erreicht. Das Ziel ist, körperlich und seelisch loszulassen!

Die Wärmeübung ist zusammen mit der „Ruhe“ und „Schwere“ Übung eine der wichtigsten und bewirkt eine Blutgefässentspannung und allgemeine Körperentspannung.

Bei der Atemübung lernen wir freier und gelöster zu atmen, im Rhythmus des Atems mit zu schwingen. Die Bauchatmung ist hierbei sehr wichtig und diese gibt uns die Möglichkeit, uns auch kurzfristig unter Belastung zu entspannen.

Die Herzübung dient der Harmonisierung des Herzschlags. Wie bei der Atemübung geht es hier um ein passives Mitschwingen, diesmal im Rhythmus des Herzschlags. Ein positives Vertrauensverhältnis zum Herzen aufzubauen ist hier das Ziel.

Bei der Sonnengeflechtsübung werden die Bauchorgane entspannt, besser durchblutet und das vegetative Nervensystem wird harmonisiert.

Mit der Kopfübung erreichen wir die Entspannung der Kopfgefässe. Deren Überdehnung ausgelöst durch Stress, geistige Arbeit und sonstigen Alltagsbelastungen normalisiert sich.

Die Schulter- Nackenfeldübung (Neuentwicklung) ist hilfreich gegen Verkrampfungen und Verspannungen, einhergehend mit weiteren Symptomen wie Schulter- Rücken- und Armschmerzen sowie auch bei verspannungsbedingten Kopfschmerzen und allen akuten und chronischen Beschwerden in diesem Bereich..

Kontraindikationen:
Kleinkinder bis 6 Jahre, Personen mit schweren Depressionen, Psychosen (belastende psychische Störungen, welche mit Beeinträchtigungen des Denkens, der Realitätsorientierung und der Emotionen verbunden sind), Demenzen.